Mode-Lexikon
Abnäher
Keilförmig abgenähte, ein- oder zweispitzige Falten. Abnäher dienen zum Formen und Modellieren der Kleidungsstücke. Länge, Breite und Sitz der Abnäher entscheiden über die Paßform eines Kleidungsstückes.
acid-washed
(aus dem Englischen: acid = Säure, washed = gewaschen)
Jeans im acid-washed-Stil zeichnen sich durch starke Farbenkontraste aus. Der Denim wird dafür mit Bimssteinen gewaschen, die mit Chlor behandelt wurden.
Action-Coat
(aus dem Englischen: Action = Handlung, Aktion; Coat = Mantel)
Eine sportliche Freizeitjacke mit vielen praktischen Taschen und Ösen für kleine Gegenstände wie etwa einen Kompass oder eine Landkarte. Geeignet fürs Wandern nud Ausflüge.
Activewear
Praktische Kleidung, die sich gut zur Ausübung verschiedener Sportarten und Freizeitaktivitäten eignet. Es hält in der Ruhephase trocken und warm und kühlt bei körperlicher Aktivität optimal. Bei körperlicher Anstrengung kann die überschüssige Wärme und Feuchtigkeit sehr gut an die Umgebung abgegeben werden.
Adventure-Bekleidung
(aus dem Englischen: adventure = Abenteuer)
Kleidung für alternative und abenteuerliche Sportarten, wie etwa Wildwater-Rafting.
A-Form
Zum Saum hin ausgestellte Form von Kleidern oder Röcken.
After-six
(aus dem Englischen: after = nach; six = sechs)
Anders: Abendanzüge, die man nach sechs Uhr abends trägt, bzw. erst tragen darf. Dazu gehören zum Beispiel der Smoking oder Frack.
Aged
(aus dem Englischen: age = Alter) Gealtert, meistens bei Jeans angewandt, die durch manuelle, mechanische oder chemische Verfahren künstlich auf älter getrimmt wird. Anders: used oder antique, bzw. antik washed.
Ajour-Muster
Feines Durchbruchmuster in Maschenware oder Geweben, auch Spitze.
Alcantara
Alcantara und Amaretta sind sehr leichte und geschmeidige, doch robuste Veloursleder-Imitate. Sie bestehen aus Chemiefaservliesen, die in ihrer mikroskopischen Struktur echtem Veloursleder sehr ähnlich sind. Flecken lassen sich schnell abwischen, die Kleidungsstücke je nach Verarbeitung und Zutaten waschen.
Allover-Drucke
Drucke, die über die gesamte Fläche des Stoffes verteilt sind.
Allround-Bekleidung
(aus dem Englischen: allround = rundum, universell)
allgemein einsetzbare Bekleidung, die man in der Freizeit oder in der Stadt tragen.
Alpaka
Feines, leicht gewelltes Haar vom Alpaka, einer Lama-Art. Alpaka-Garne sind leicht, glänzend und elastisch.
Amaretta
siehe
Alcantara
Amerikanische Schulter
Ein zum Hals auslaufender Armausschnitt, bei dem ein großer Teil der Schulter entblößt ist.
Androgyn
Die Verbindung männlicher und weiblicher Merkmale und Besonderheiten in einer Person. Der Androgyne Stil entsteht aus der gleichzeitigen Verwendung von Formen. Stoffen und Details der Damen- und der Männermode.
Angora
Feines, leichtes Haar des Angorakaninchens. Garne, Stricks und Gewebe sind besonders weich und voluminös.
Applikation
Schmuckornamente, die durch Aufkleben oder Aufnähen entstehen.
Après-Bekleidung
(aus dem Französischen: après = nach, danach) Eine Kleidung, die man etwa nach Skifahren oder Snowboarden trägt. Sie gleicht der Sportkleidung und eignet sich gut für die Zeit nach dem Sport: in einer Kneipe, einem Lokal oder Hotel.
Art Déco
Aus dem Französischen: art décoratif, dekorative Kunst - ein eklektischer Baustil um 1920/1930 mit Stilelementen aus Jugendstil, Futurismus und Funktionalismus sowie ostasiatischen Einflüssen. Drucke in dem Stil sind assymetrisch, unruhig.
Asia-Style
Orientalisch angehauchte Kleidung mit Seide, Spitze, Drachen- oder Blumenmustern, einer klaren Linienführung und außergewöhnlichen Details. Typisch sind Knebel-Verschlüsse, Kimono-Ärmel, Stehkragen, V-Ausschnitt und Seitenschlitze.
Authentisch
Echt, unverfälscht. Beim Authentischen Look werden die ursprünglichen Formen eines Kleidungsstücks beibehalten oder eine Optik nachgeahmt, die alle Zeichen des Getragenseins aufweist.
Autocoat
(aus dem Englischen: coat = Mantel)
Ein kürzerer Mantel mit seitlichen Schlitzen, besonders gut fürs Autofahren geeignet.
Baby-Cord
auch Feincord genannt, ist dem herkömmlichen Cord recht ähnlich, weist aber eine feinere Struktur auf: Die Rippen sind nur etwa halb so breit und flacher. Das Meterial - aus Baumwolle oder Baumwoll-Mischungen - soll links gebbügelt werden, weil es zu Glanzstellen neigt.
Baby-Doll
Kurzes Hängekleid oder Nachthemd in A-Linie. Der Name steht für die kindlich-naive Silhouette, 1956 durch den Film ‚Baby Doll‘ Trend geworden.
Ballonrock
Rock, der an der Taille enganliegend und nach unten sehr voluminös ist. Der untere Saum ist eingeschlagen.
Bändchengarn
Häkel- oder Strickgarn aus dünnen, flachen Bändchen in verschiedenen Breiten.
Bandeau-Form/-Ausschnitt
BH-artiges Oberteil mit geradem Ausschnitt, wie aus einem Band gearbeitet. Das Band kann in der Mitte gerafft sein, um die Brust hervorzuheben.
Basics
Einfache, neutrale Basisteile, die immer gebraucht werden und zu vielem kombiniert
Baskenmütze
Eine aus Filz hergestellte, rand- und schirmlose Kopfbedeckung mit dünnem Zipfel in der Mitte. Das baskische Original ist meist dunkelblau oder schwarz. Sie entwickelte sich wahrscheinlich im 16. Jahrhundert aus dem Barett. Seit den 20er Jahren populär bei Frauen und Männern.
Batik
(aus dem Javanischen: mit Wachs schreiben) ist ein kunstvolles Verfahren, Textil zu färben. Muster und Verzierungen werden dabei mit flüssigem Wachs aufgezeichnet, also abgedeckt werden, sodass sie im Farbbad ihre ursprüngliche Farbe beibehalten. Neben der Wachstechnik kommen Knoten und Abbindungen zur Anwendung. Dünner Stoff kann auch selbst verknotet werden. Die Muster werden durch gezielte Anbringung der Abbindungen erzielt. Auch die so gefärbten Textilien werden als Batiken bezeichnet.
Baumwolle
Samenhaare einer malvenähnlichen, subtropischen Staudenpflanze. Baumwollprodukte sind filzfrei, strapazierfähig, hautsympathisch, widerstandsfähig gegen Hitze. Sie nehmen Feuchtigkeit auf, haben eine hohe Reißfestigkeit und lassen sich gut reinigen. Waschen bis 95 Grad möglich.
Beachwear
(aus dem Englischen: beach = Strand; to wear = tragen)
Kleidung, die man am Strand trägt oder tragen kann: Bikini, Badehose oder -anzug.
Bell bottom
(aus dem Englischen: bell = glockenförmig, bottom = Boden)
Eine Jeans-Passform, die nach unten hin ausgestellt und in den Knien sehr eng ist.
Beschichtete Stoffe
Web- oder Maschenstoffe mit einem Belag aus chemischen Stoffen (z.B. Polyurethan oder Teflon). Die Oberflächen der Stoffe werden dadurch aus modischen Gründen (Lackoptik, Lederoptik) verändert. Wetterschutz und Fleckenschutz sind funktionelle Gründe für eine Beschichtung.
Bewegungsfalte
Eine Falte, die bei Hemden oder Blusen in das Rückenteil eingearbeitet ist und für mehr Bewegungsfreiheit sorgt. Dabei wird das mittlere Rückenteil etwa 2-3 cm von der eigentlichen Stoffbruchstelle entfernt zugeschnitten und beim späteren Annähen einfach als Falte gelegt.
Billettasche
Bei Hemden oder Anzügen eine kleine, eingeschnittene Klappentasche oberhalb der rechten Seitentasche. Früher diente sie zur Aufbewahrung von Fahrscheinen bei einer Bus- oder Bahnfahrt.
Black tie
Britisch-Englisch für einen Smoking.
Blasebalgtasche
Voluminöse. aufgenähte Tasche mit eingelegten Falten am Taschenansatz.
Blazer
Hüftlange ein- oder zweireihige geknöpfte Jacke mit Kragen und Revers. Klassisch mit Goldknöpfen und aufgesetzten Taschen.
Boa
Ein langer Schal aus Federn oder Pelz, öfters in Varietes und Nachtclubs als erotisierendes Element der Tänzerinnen verwendet. Den Namen verdankt er der troipschen Riesenschlange Boa, die ihre Opfer erwürgt, indem sie sich ihnen um den Hals schlingt.
Body
Englisch für Körper. In der Mode hautenger Anzug ohne Beine aus Maschenware. Ausschnittform und Ärmel sind variabel.
Bolero
Kurzes, vorne offenes, knopfloses Jäckchen, das oberhalb der Taille endet. Der Kampfkleidung spanischer Stierkämpfer nachgebildet, auch nabelfrei. Kann auch mit Knopf oder Band geschlossen sein.
Borsalino
Ein Hut der Firma des Giuseppe Borsalino, die 1857 in Alessandria, Italien, gegründet wurde. Borsalino stellt noch heute Hüte hoher Qualität für Mann und Frau her. Dieser Hut galt als Markenzeichen für die Gangster der 30er Jahre.
Boot leg
(aus dem Englischen: boot = Schaft, leg = Bein)
Eine bequeme Jeans-Passform mit recht breiten Hosenbeinen.
Bootcut
(aus dem Englischen: Stiefel-Schnitt), Jeans mit ausreichender Saumweite, um diese über Stiefeln zu tragen, in der Regel leicht ausgestellt.
Boxy-Jacke
auch: Kastenjacke. Kurze, weite Jacke in Quadratform, bei der der Saum und die Ärmel gleiche Länge haben.
Breechehose
Eine Hose, die unten eng und oben an den Oberschenkeln ballonartig ist. Ursprünglich im Reitersport benutzt, erobert immer wieder auch die Laufstege.
Büx
Umgangssprachlich für Hose, vor allem in Norddeutschland von älteren Menschen verwendet.
Buntfaltenhose
Hose mit einigen Falten vorne, die das Bein optisch dünner machen und eine bequeme Passform am Oberschenkel garantieren.
Business-Look
(englisch: Geschäft, Job) Gemeint ist dezente, aber anspruchsvolle Bekleidung.
Bustier
(Aus dem Französischen: buste = Oberkörper). Ein kurzes, eng anliegendes, bügelloses Oberteil mit Trägern. Früher als reines Dessous-Teil, wird heute auch als dekoratives, feminines Top getragen.
Button-Down-Kragen
(aus dem Englischen: button = Knopf; down = unten)
Ein sportlicher, lässiger Hemdkragen ohne Kragenstäbchen. Seinen Ursprung nahm er im Polospiel: Damit die Kragen der Poloshirts im Wind nicht flackerten, wurden sie mit kleinen Knöpfchen befestigt.
Caban
Französische Bezeichnung für Regenmantel/Jacke. Sportlicher, kurzer Zweireiher mit breitem Revers und Schubtaschen, meist aus rauen Wollstoffen.
Camouflage-Muster
sprich Kamuflahsch
Französisch für Tarnmuster. An Militäruniformen orientierte Fleckenmuster in Laub- und Erdtönen.
Cape
Weiter, ärmelloser Umhang, oft mit Kapuze und einer ausgearbeiteten Schulterpartie sowie Durchgriffen für die Hände.
Capri-Hose
Dreiviertellange, schmale Hose mit kurzen Seitenschlitzen. Ursprung in den 50er Jahren.
Cardigan
Ein- oder zweireihig geknöpfte kragenlose Jacke mit V-Ausschnitt.
Cargo Pants
Weite Hose im Stil von Arbeitskleidung (Workwear). Typisch sind große aufgesetzte Taschen auf den Hosenbeinen.
Cashmere
Feines, dichtes Unterhaar, das die Kaschmirziege nur einmal im Jahr verliert (etwa 100 g. pro Tier). Cashmere gehört zu den sehr feinen und teuren "Edelhaaren".
Casual-Stil
Weiblich und unkompliziert für Freizeit und Wochenende.
Die Freizeit-Mode von ORSAY lädt zum Wohlfühlen ein. Die variantenreichen Outfits wirken bequem-lässig, liegen aber stets voll im Trend – nichts ist dem Zufall überlassen. Die Casual-Kollektionen sind besonders für Frauen geeignet, die auch in ihrer Freizeit auf den femininen Look nicht verzichten wollen.
Catsuit
(aus dem Englischen: cat = Katze; suit = Anzug sowie passen)
Ein sehr eng anliegendes, einteiliges Bekleidungsstück, das den ganzen Körper verdeckt. Die Catsuit kommt öfters in Filmen vor, wie etwa „Spiderman“ oder aber im Bereich des Fetischs.
Changeant
Gewebe mit verschiedenfarbigen Garnen, die je nach Lichteinfall oder Blickwinel in zwei oder auch mehreren Farben schimmern.
Chapka
Warme Mütze mit Ohrenschutz, oft gefüttert.
Chaps
(von spanischen chaparajos) ledernde Beinkleider ohne Gesäß, meist von Cowboys, Reitern oder Hufschmieden als Schutz vor Verletzungen verwendet. Auch in der Bikerszene sind Chaps bekannt.
Chiffon
Feines, sehr leichtes und sehr transparentes Gewebe aus Seide oder Chemiefasern mit sandigem Griff.
City-Stil
Feminin und stilsicher für Job und Stadtbummel.
Klassische Silhouetten und ausgesuchte Stoffe sorgen für einen eindrucksvollen Auftritt. Mit den elegant-femininen City-Outfits können anspruchsvolle Frauen jederzeit ihre Persönlichkeit individuell zum Ausdruck bringen.
Clubkragen
(Hemd-)Kragen mit abgerundeten Ecken, geeignet für vornehme Locations.
Coloured Denim
In Modefarben eingefärbter Denim, nicht in klassischem Blau.
Coordinates
Ensembles, zusammengehörenden Teile, meistens Blazer und Hose oder Blazer und Rock. Auch die Kellner-Weste kann dazu gehören.
Cord
Rippensamt. Die Rippen können fein (Babycord), mittelbreit (Genuacord), sehr breit (Breitcord) und unterschiedlich breit (Fancycord) sein.
Cotton
englisch: Baumwolle.
Cutaway-Kragen
(aus dem Englischen: cutaway = Schnitt)
Ein modischer, hoher und breit gespreizter Kragen, meist mit Kragenstäbchen. besonders gut für große Krawattenknoten geeignet.
Denim
Strapazierfähiger Baumwollstoff in Köperbindung, vor allem für Jeanswear. Die Kette ist blau oder andersfarbig, der Schuss ist weiß. Dadurch ist die Stoffoberseite blau oder andersfarbig, die Rückseite fast weiß. Das Stoffgewicht wird in Unzen angegeben.
Dessin
fortlaufendes Muster auf Stoff
destroyed-look
(aus dem Englischen: to destroy = kaputt machen; look = aussehen)
Der Destroyed-Look entsteht durch Zerschneiden oder Zerreißen der Jeans: So entstehen Löcher und dünne Stellen, die der Hose ein kaputtes Aussehen geben. Heute auch in dieser Form zu kaufen.
Dinnerjacket
Ein weißes Smokingjacket.
Duffle-Coat
Sportlicher, kurzer Mantel für Damen und Herren mit Kapuze, Knebelknöpfen aus Holz mit (Kordel-) Bändern und großen, aufgesetzten Taschen, oft mit markanten Steppnähten.
Elastan
Sammelbegriff für elastische Fäden aus Polyurethan, die in Geweben und Maschenstoffen Rücksprungkraft und damit weniger Knitteranfälligkeit geben. Elastan wird niemals allein verarbeitet, sondern in Kombination mit anderen Materialien. Die bekanntesten Markenamen sind Lycra (sprich Leikra) und Dorlastan. Gewebe mit Elastan werden als Stretch-Stoffe bezeichnet.
Ethno-Stil
Kleidung in Farben und Mustern, die für Kulturkreise ferner Länder typisch sind.
Exotik-Motive/-Muster
Meist sehr dekorative Motive und Muster mit exotischen Blumen, Blättern und Tieren. Sie werden auch Dschungel-Muster genannt.